#13th blog post: Holzmachen in der Eifel
Hallo #steemians,
einige Zeit ist vergangen seit meinem letzten Blogbeitrag und ich habe nicht wirklich eine Entschuldigung dafür, aber Real Life first ;)
Dafür heute mein erster Beitrag rein auf Deutsch, hoffe euch gefällt's.
Heute möchte ich euch gerne einen Eindruck geben zu einer Tradition in vielen kleinen Orten in der Eifel. Dies ist sicherlich auch in anderen kleineren Orten in Deutschland und vermutlich weltweit ebenfalls üblich und wir seit einigen Generationen dort gehandhabt: Das jährliche "Holzmachen".
Es ist fast wie ein großes Dorffest, wenn sich im April bei gutem Wetter viele Bekannte aus dem Ort, hier beispielhaft mein Heimatort Hollerath, am Wochenende morgens im Wald treffen. In der Regel legen die Förster die großen Stämme an den Waldrand und ein jeder hat selbst für seinen Teil dafür zu sorgen, dass das Holz bis Anfang Mai aus dem Wald kommt.
Und dabei packen oft alle an: die Männer der Familie, Rentner, Frauen, Kinder - auch die Mädchen.
Doch nach der morgentlichen Begrüßung, wo einmal alle zu ihrem Platz fahren, geht es den Rest des Tages ans Werk. In der Regel gilt hierbei folgender Ablauf:
- Die großen Stämme aus dem Wald in 1 Meter Abständen anzeichnen.
- An der angezeichneten Stelle mit der Motorsäge die großen Baumstämme in Meterstämme kleinschneiden.
- Die Meterstämme werden dann entweder von Hand gespalten mit einer Axt oder mit einem Spaltgerät.
Hierbei kommen Maschinen von klein bis groß zum Einsatz, meist hydraulisch mit enormen Kräften, die es erlauben mehrere Tonnen zu drücken. Manchmal kann es direkt am Trecker angeschlossen werden und darüber angetrieben werden, da sowieso fast jeder einen Trecker dabei hat. - Nachdem die Meterstämme gespalten wurden, hat man nun Holzscheite. Diese müssen gestapelt werden.
Idealerweise werden die Scheite direkt auf einem Hänger gestapelt, der am Trecker hängt, sodass sie im Anschluss direkt weggefahren und gelagert werden können. - Am Lagerort müssen Sie dann wieder abgeladen und wieder gestapelt werden.
Kleine Nebeninfo: Auf unseren kleinen Hänger passen beispielsweise 250 Holzspalte (s. Fotos). - Nun müssen die Holzscheite im Idealfall 4 Jahre trocknen, damit sie optimal abbrennen und das Holz nicht mehr zu nass ist.
- Will man nun heizen, müssen die Holzscheit noch in eine passende Länge für den Ofen geschnitten werden. In der Regel 33 cm oder 50 cm, z.B. mit einer Kreissäge.
- Nun kann der Ofen gestocht werden ;)
Da in der Eifel sehr viel Wald existiert, ist es nach wie vor üblich mit Holz zu heizen. Die Leute vor Ort sparen damit z.B. die Ölheizung im Winter oder reduzieren den Verbrauch. Gasheizung gibt es nicht. Oft wird das Holz aber auch im Kamin verbrannt, allein der Gemütlichkeit halber vor einem warmen Feuer sitzen zu können im Winter.
Einige Eindrücke können den Fotos und Videos im Verlauf entnommen werden.
befaro
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